Deutschland

Patientenfragen zur Kernspintomographie (FAQ)

Häufig gestellte Fragen zur Kernspintomographhie (MRT)

Was versteht man unter der Kernspintomographie?

Bei der Kernspintomographie (auch Magnetresonanztomographie – MRT) werden mit Hilfe von Hochfrequenzwellen und einem starken Magnetfeld (d. h. ohne Röntgenstrahlen) äußerst klare und detaillierte Aufnahmen innerer Organe und Gewebe erstellt. Dieses bildgebende Verfahren hat sich zur Abklärung der unterschiedlichsten krankhaften Veränderungen in allen Körperabschnitten als unverzichtbar erwiesen.

Der konventionelle MRT-Scanner besteht aus einem geschlossenen zylinderförmigen Magneten, in dem der Patient für jeweils einige Minuten absolut still liegen muss. Einige Patienten können sich daher eingeengt fühlen oder sogar unter Platzangst leiden, doch glücklicherweise kommend zunehmend patientenfreundlichere Geräteausführungen zum Einsatz. Anlagen mit kurzem Tunnel sind breiter und kürzer, so dass sich der Patient nicht ganz so eingeengt fühlt– und Scanner mit offenem Permanentmagnet sind auf allen Seiten offen.

Die Kernspintomographie ist einzigartig, denn im Gegensatz zu den üblichen Röntgenaufnahmen, nuklearmedizinischen Untersuchungen und sogar der Computertomographie (CT) wird hier keine ionisierende Strahlung benötigt. Sondern hier werden Hochfrequenzwellen auf die Protonen (Wasserstoffkerne) gerichtet, die gleichzeitig einem starken Magnetfeld ausgesetzt sind. Die Protonen werden zuerst 'angeregt' und anschließend 'relaxiert'; dabei geben sie Hochfrequenzsignale ab, die sich nach Aufbereitung im Rechner zu einem Bild zusammensetzen lassen.

Im Körper finden sich die Protonen zumeist in den Wasserstoffatomen des Wassers (das 'H' in 'H20'); das MRT-Bild zeigt daher Unterschiede im Wassergehalt und der Verteilung verschiedener Körpergewebe auf. In ein und demselben Organ können sogar unterschiedliche Gewebearten (beispielsweise im Gehirn die weiße und die graue Substanz) problemlos unterschieden werden. Üblicherweise umfasst eine MRT-Untersuchung 2-6 Aufnahmefolgen, die jeweils bis zu 10 Minuten dauern können. Jede Aufnahmesequenz hat ihren eigenen Kontrastgrad und zeichnet ein Schnittbild des Körpers in einer von mehreren Ebenen.

Wo findet dieses Untersuchungsverfahren seine Grenzen?

Sie müssen den untersuchenden Arzt darüber informieren, wenn Sie einen Schrittmacher oder ein anderes implantiertes Elektronikteil (beispielsweise eine Insulinpumpe) tragen; dies gilt auch für alle Metallteile in Ihrem Schädel oder in Augennähe. Metallteile an anderer Körperstelle stellen keine Gefahr dar – aber Sie sollten dennoch den Untersucher vor Beginn der Untersuchung darüber informieren.

Obwohl die Sicherheit des MRT-Verfahrens nachgewiesen ist und dabei keine gefährliche Strahlung erzeugt wird, sollten Schwangere aber dennoch innerhalb der ersten 6 Monate ihrer Schwangerschaft sich keiner MRT-Untersuchung unterziehen. Diese Regel kann durchbrochen werden, wenn eine lebensbedrohliche Erkrankung abgeklärt werden muss.

Sind Allergien von Bedeutung?

Allergien und Medikamentenunverträglichkeit sollten vor der Untersuchung unbedingt erwähnt werden, da bei der Untersuchung möglicherweise Kontrastmittel verabreicht werden muss. Das in der Kernspintomographie verwendete Gadolinium löst nur in sehr seltenen Fällen eine allergische Reaktion aus.

Was passiert, wenn ich Platzangst bekomme?

Wenn irgend möglich sollten Sie Ihre MRT-Untersuchung dort durchführen lassen, wo es eine Anlage mit offenem Magneten gibt.

Muss ich bei der Kernspintomographie alleine sein?

Wenn Sie in Begleitung kommen, darf der-/diejenige bei Ihnen bleiben, sofern die Untersuchung auf einer offenen MRT-Anlage durchgeführt wird. Der/die RTA wird Sie ständig im Blickfeld haben und Sie können die ganze Zeit Kontakt über Mikrophon und Lautsprecher halten Zusätzlich werden Sie zu Ihrer Sicherheit noch einen Alarmknopf in der Hand halten, den Sie einfach drücken, falls Sie Schwierigkeiten haben.

Warum muss die Tür zum MRT-Untersuchungsraum geschlossen bleiben?

Die MRT-Scanner arbeiten mit hochempfindlichen Antennen, die auf die schwachen Hochfrequenzsignale ansprechen, welche Ihr Körper während der Untersuchung aussendet. Die von draußen einstrahlenden Hochfrequenzwellen müssen durch eine lückenlose Abschirmung abgeblockt werden. Bei offen stehender Tür wäre diese Abschirmung durchbrochen, was während der Aufnahmesequenzen Qualitätseinbußen zur Folge hätte.

Warum sind die MRT-Anlagen so laut?

Innerhalb des MRT-Scanners gibt es keine beweglichen Teile. Der Lärm stammt von den schnellen Richtungsänderungen der elektrischen Ströme in den HF-Emittern, in denen die Bilder gewonnen werden. Im geschlossenen Hochfeld-MRT sind die Sequenzen sehr laut, während sie in offenen Systemen leiser sind. Falls der Lärm ein Problem für Sie darstellt, sollten Sie einen Kopfhörer verlangen.

Kann die MRT Änderungen in meinem Körper bewirken?

Starke Magnetfelder und elektromagnetische Wellen (Hochfrequenzwellen) lösen bei einem kleinen Anteil der Körperatome kurzzeitig magnetische Richtungsänderungen aus. Unter normalen Untersuchungsbedingungen konnten bisher keine nachteilige Wirkung nachgewiesen werden, auch beim Ungeborenen, was beweist dass dieses Verfahren sehr sicher ist. Jede MRT-Anlage wird regelmäßig eingehend überprüft, um Ihre Sicherheit und eine stabile Bildqualität zu gewährleisten.

Warum muss ich während der MR-Sequenzen still liegen?

Die meisten Sequenzen benötigen nur einige Minuten und dieser kurze Zeitraum reicht aus, damit die MRT Ihren Körper sehr genau 'kartographiert', um dann die eigentlichen Bilder zu erstellen. Jede Bewegung des Patienten während dieser Zeit lässt die Aufnahmen verschwimmen und führt zu einem Informationsverlust. Die Erstellung von Bildern mittels MRT lässt sich am besten mit der Fotographie bei Nacht vergleichen, wo der Film lange belichtet werden muss, um ein aussagekräftiges Bild zu erhalten (und das Licht entspricht hier dem MRT-Signal). Je kürzer die Sequenz, desto kürzer ist das empfangene Signal und desto ungenauer wird das Bild sein.

Gibt es keinen Unterschied in der Bildqualität offener und geschlossener (Tunnel) MRT-Anlagen?

Offene Magneten arbeiten mit einem senkrechten Feld. Diese Feldorientierung verstärkt das vom Patienten kommende Signal. Aus diesem Grund entspricht die Bildqualität eines AIRIS Elite 0,3 T MRT-Scanners der einer geschlossenen MRT-Anlage mit 1 T.

Hitachi Medical Systems GmbH

Kreuzberger Ring 66
D-65205 Wiesbaden
Fon:
+49 611 97322 0
Fax:
+49 611 97322 10
Mail Kontakt

> Europäische Repräsentanten
> Händler